Die Berliner Bezirke sind so vielfältig wie die Stadt selbst: Zwölf Bezirke, fast vier Millionen Menschen – und in jedem Bezirk Dutzende Kieze mit eigenem Charakter. Seit der Bezirksreform 2001 ist Berlin offiziell in zwölf Verwaltungsbezirke gegliedert. Doch hinter den Namen auf der Landkarte verbergen sich völlig unterschiedliche Welten. Hier kommt der große Überblick.
Mitte: Das historische Herz
Brandenburger Tor, Museumsinsel, Regierungsviertel, Alexanderplatz mit dem Fernsehturm – in Mitte schlägt das touristische und politische Herz Berlins. Aber der Bezirk ist mehr als Postkartenmotive: Mit Wedding und Moabit gehören auch zwei echte Arbeiterviertel dazu, die sich gerade neu erfinden.
Friedrichshain-Kreuzberg: Klein, laut, legendär
Der kleinste Bezirk ist gleichzeitig der dichteste – und wohl der bekannteste. East Side Gallery, Clubs, Streetart und multikulturelles Leben prägen das Bild. Wer das junge, alternative Berlin sucht, findet es hier.
Pankow: Der Bevölkerungsriese
Pankow ist der bevölkerungsreichste Bezirk Berlins. Dazu gehört der beliebte Prenzlauer Berg mit seinen sanierten Altbauten und jungen Familien – aber auch ruhige, fast dörfliche Ortsteile im Nordosten der Stadt.
Charlottenburg-Wilmersdorf: Die elegante City West
Kurfürstendamm, Schloss Charlottenburg, Zoologischer Garten: Die City West steht für das bürgerliche, elegante Berlin. Nach Jahren im Schatten von Mitte erlebt der Westen der Stadt gerade ein echtes Comeback.
Spandau: Die Stadt in der Stadt
Ganz im Westen liegt Spandau – mit eigener Altstadt, der Zitadelle aus der Renaissance und viel Wasser entlang der Havel. Die Spandauer sagen übrigens gern, sie fahren „nach Berlin“, wenn sie in die Innenstadt fahren.
Steglitz-Zehlendorf: Grün und gediegen
Der Südwesten ist der wohl grünste und wohlhabendste Teil der Stadt: Wannsee, Botanischer Garten, Freie Universität. Wer Ruhe, Villen und Seen sucht, ist hier richtig.
Tempelhof-Schöneberg: Vom Flugfeld zum Freiheitsgefühl
Das Tempelhofer Feld – der ehemalige Flughafen – ist heute eine der größten Stadtbrachen der Welt und Berlins beliebteste Freifläche. Dazu kommt Schöneberg mit dem KaDeWe und dem traditionsreichen Regenbogenkiez.
Neukölln: Vom Problemkind zum Szeneliebling
Kaum ein Bezirk hat sich so verändert wie Neukölln. Rund um Reuterkiez und Maybachufer boomen Cafés und Galerien, während der Süden mit Britzer Garten und Gropiusstadt ganz andere Gesichter zeigt. Multikulturell, widersprüchlich, spannend.
Treptow-Köpenick: Der grüne Riese
Der größte Bezirk Berlins besteht zur Hälfte aus Wald und Wasser. Müggelsee, Treptower Park und die Altstadt Köpenick machen ihn zum Naherholungsgebiet der Hauptstadt – inklusive des historischen Köpenicker Kietzes.
Marzahn-Hellersdorf: Mehr als Platte
Ja, hier stehen die berühmten Plattenbauten. Aber auch die Gärten der Welt, viel Grün und vergleichsweise bezahlbare Mieten. Der Osten Berlins wird gerade von vielen neu entdeckt.
Lichtenberg: Der Aufsteiger
Tierpark, Dong-Xuan-Center und ein rasantes Wachstum: Lichtenberg profitiert davon, dass die Innenstadt teurer wird. Viele junge Berliner ziehen hierher – und bringen neues Leben mit.
Reinickendorf: Zwischen See und Startbahn
Im Nordwesten liegt Reinickendorf mit dem Tegeler See und dörflichen Ortsteilen wie Frohnau. Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel entsteht mit der „Urban Tech Republic“ ein ganz neues Stadtquartier.
Fazit: Zwölf Bezirke, tausend Gesichter
Ob elegante City West, wildes Kreuzberg oder grünes Köpenick – die Berliner Bezirke könnten unterschiedlicher kaum sein. Genau das macht diese Stadt aus. Offizielle Informationen zu allen Bezirken findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Berlin. Und auf Berlin-Kiez nehmen wir dich in den kommenden Wochen mit in die einzelnen Bezirke – Kiez für Kiez.
Welcher Bezirk interessiert dich am meisten? Schreib es uns in die Kommentare!



